VIVACE.fx ist das jüngste Mitglied der VIVACE-Familie und wurde für immersive Produktion, Touring und Theater entwickelt. Das System verbindet objektbasierte Audiosteuerung, flexible Signalverarbeitung und akustische Werkzeuge für komplexe szenische und mobile Anwendungen.
Als Kreativinstrument für professionelle Audio-Workflows unterstützt VIVACE.fx die präzise Gestaltung von Klangräumen: von 3D-Audio und richtungsbezogener Beschallung über Reverb-Design bis zur Integration in bestehende Mischpult-, DAW- und Beschallungssysteme.

VIVACE.fx besteht aus der Steuerungssoftware VIVACE.control und einem Hardware-Prozessor für die Signalverarbeitung. Beide Komponenten werden über ein IP-Netzwerk miteinander verbunden.
Parallel zur Software kann die umfangreiche OSC-Implementierung zur Steuerung durch Mischpult- oder DAW-Systeme verwendet werden. Der 19-Zoll-fähige Prozessor wird über MADI oder optional über Dante/AES67 in Audiosysteme eingebunden.
VIVACE.control ist für macOS und Windows erhältlich und kann auch offline, zum Beispiel zur Vorbereitung von Projektdateien, ohne Hardware genutzt werden.

Der Prozessor verfügt über 128 Audio-Ein- und Ausgänge bei 48 kHz. Die Audioanbindung erfolgt je nach Systemkonfiguration über MADI oder Dante/AES67.
Der Prozessor bietet 96 Matrix-Inputs, 128 Objektpfade und bis zu 24 Source Areas. Neben der Objekt- und Source-Area-Ebene steht eine Direktmatrix zur Verfügung, um Ein- und Ausgänge schnell miteinander zu verbinden. Gain und Delay der einzelnen Koppelpunkte sind für maximale Flexibilität frei wählbar. So lassen sich zum Beispiel ein Regiemikrofon, ein Gastmischpult oder frühe Reflexionen einer virtuellen Orchestermuschel auch in komplexen Setups schnell integrieren.
Interne Quellen wie Matrix, Objekte, Source Areas, Reverbs und Cue Player werden über 128 Ausgangspfade automatisch summiert. Die Ausgangspfade sind mit EQ und Limiter ausgestattet und können frei auf die physikalischen Ausgänge geroutet werden.
VIVACE.fx unterstützt 3D-Audio und richtungsbezogene Beschallung in einem gemeinsamen Workflow. Für objektbasiertes Mischen stehen im Objects-Renderer fünf verschiedene 3D-Algorithmen zur Verfügung.
Die Venue-Ansicht ermöglicht die optische Kontrolle über die Positionen von Objekten und Source Areas. Zur besseren Übersichtlichkeit können eigene virtuelle Räume importiert werden. Eine umfangreiche OSC-Implementierung unterstützt kreative und anwendungsspezifische Workflows.
Für volle Kontrolle über alle Audiosignale verfügen die Eingangs- und Objektpfade über Gain, EQ und ein Dynamikmodul.
Source Areas dienen der richtungsbezogenen Beschallung und werden im 3D-Raum positioniert. Die Zugehörigkeit eines Objekts zu einer Source Area wird über den Rendering-Algorithmus und die Objektposition festgelegt. Ein auf Klangtreue und Richtungsbezug optimierter Algorithmus definiert Pegel und Delay in einer Source-Area-Matrix. Übergangscharakteristiken der Objekte zwischen den Source Areas können angepasst werden.
Jahrzehntelange Erfahrung in elektronischer Raumakustik trifft in VIVACE.fx auf immersive Audiotechnologie. Bis zu acht Reverb-Engines stehen gleichzeitig zur Verfügung. Eine Palette aus über 30 Faltungsalgorithmen reicht von kurzen Räumen über Konzertsaal-Charakter bis zu Kirchen und künstlichen, unnatürlichen Hallarten.
Die Bedienung der Engines im Plug-in-Style ist einfach und intuitiv, ermöglicht aber zugleich sehr exakte Einstellungen. Die Quellposition der Engine im 3D-Raum ist frei definierbar.
Die Audioquellen der Reverb-Engines sind wählbar aus Input-Channels, Objekten und Source Areas.
Ein ADM-kompatibler Cue Player spielt WAV-Files mit bis zu 128 Kanälen ab und rendert Objekt- und Bed-Daten auf beliebige Lautsprechersetups.
Die automatische Dateiübertragung zwischen Prozessor und Control-Software stellt sicher, dass Audiodaten zuverlässig verfügbar bleiben.
Die Software VIVACE.control ist die Steuerungssoftware für das VIVACE.fx-System. Sie ist für macOS und Windows erhältlich.
Das User Interface ist auf schnelle und sichere Bedienung ausgelegt und kann an verschiedene Arbeitsschritte einer Produktion angepasst werden.
Die Hauptmenü-Buttons führen zu allen Teilbereichen des Prozessors, welche auch einzeln in externen Fenstern anzeigbar sind. Große, dauerhaft erreichbare Masterfader sichern den Zugriff auf die Gesamtlautstärke sowie auf wesentliche Teilbereiche des.
Die Mixer-Ansicht ermöglicht schnellen Zugriff auf alle Signalpfade und bietet einen Überblick über Pegel, Mute und Solo. Ein Support-Fenster bietet Hinweise und Hilfe zu den jeweils ausgewählten Funktionen.
VIVACE.control kann offline ohne Hardware genutzt werden, zum Beispiel zur Vorbereitung von Projektdateien.
Projektdateien werden in der Control-Software gespeichert und verwaltet. Der Prozessor verfügt über kein eigenes Speichersystem. Alle Projektparameter werden in der Projektdatei abgelegt.
Für schnelle Parameterwechsel steht ein flexibler Szenenspeicher zur Verfügung, welcher wahlweise alle oder nur ausgewählte Parameterbereiche beeinflusst. Einzelne Parameter, etwa Filtereinstellungen, lassen sich über die Snapshot-Funktion schnell innerhalb des Systems übertragen.
Das OSC-Protokoll ist in VIVACE.fx umfangreich integriert und ermöglicht die flexible Anbindung externer Steuerungen.
Die Befehle orientieren sich weitgehend am Dolby-ADM-Standard für die Objektsteuerung und wurden um systemspezifische Befehle wie Szenensteuerung und Masterfader, ergänzt. Mischpulte, Digital Audio Workstations, Trackingsysteme und kreative Software-Tools lassen sich dadurch schnell in den Workflow einbinden.
VIVACE.fx bündelt objektbasiertes Audio, Routing, Reverb, Cue-Wiedergabe und Steuerung in einem kompakten Werkzeugkasten für Theater und Touring. Entwickelt für Produktionen, in denen Immersive Audio kreativ gestaltet, intuitiv gesteuert, flexibel und effizient in bestehende Systeme integriert werden muss.
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